"Mit Gott" steht im Protokollbuch des Freiwilligen Rettungs-Corps Westerland von 1891 gleich auf der ersten Seite. Es ist nicht damit gemeint, dass Gott den Strand segnen möge. Strandungen waren in den früheren Jahrhunderten eine willkommene Gabe. Gestrandete Schiffe hatten Waren an Bord,  die sich, die zum Teil sehr arme Bevölkerung, normalerweise nicht leisten konnte. Die in Seenot befindlichen Seeleute waren eher störend. Ja, man provozierte sogar Strandungen. Der humanitäre Gedanke den Seeleuten aus Seenot zu helfen, und Leben zu retten, stand lange Zeit dem Strandrecht entgegen.  

Das Freiwillige Rettungs-Corps wurde 1891 auf Anregung des Fotografen Paul Ebe Nikelsen gegründet. Letzter Anlass war der Untergang der Galiot " Reintjedina" am 29. Oktober 1891. Nur der Koch überlebte den Untergang. Vorausgegangen war eine völlig kaotische Rettungsaktion. Es gelang nicht eine Leinenverbindung zum vorderen Mast des Schiffes herzustellen, um eine Hosenbojenverbindung aufzubauen. Diese Strandung machte deutlich, dass der Rettungsdienst auf Sylt besser organisiert werden mußte.

Eine Mannschaft war notwendig, die durch laufende Übungen in Lage war das Rettungsgerät richtig und wirkungsvoll einzusetzen.

Am 26. Dezember 1891 war im Hotel Union die Gründungsversammlung.

Erster Vorsitzender wurde Erich Eschels, sein Stellvertreter F. Erichsen, Schriftführer und Kassierer F. Rossberg.

Man gab sich eine Satzung. die aktive Mitgliedstärke - so ist es noch heute - wird auf 24 Mann beschränkt. Mit 24 Mann konnten, wenn notwendig 2 Ruderkutter besetzt werden.

So weit ein kurzer Auszug. weitere Ausführungen in der Cronik des Corps oder in Kurzform in RC Westerland eine Kurzeinführung.